Weitere Massnahmen

In dieser Rubrik werden weitere Unterstützungsmassnahmen für Unternehmen aufgeführt, welche in den übrigen Rubriken keinen Einzug finden oder sich nur auf gewisse Regionen beziehen.

Corona-Mietzinsunterstützung (Stadt Bern)

Die vom Gemeinderat erlassene «Verordnung über die Corona-Notunterstützung» bezweckt die Unterstützung von Unternehmen in der Stadt Bern, die durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Bedrängnis geraten sind. Mit insgesamt CHF 5 Mio. soll die Hilfe in erster Linie kleinen Unternehmen zugutekommen, die durch den Bund und den Kanton nicht in vergleichbarer Weise unterstützt werden.

Zwei Fälle von Corona-Notunterstützung
  • Mietzinshilfe - Online-Formular ist durch die Vermieterschaft oder ihre Vertretung auszufüllen

Die Stadt Bern leistet Mietinshilfe, wenn sich die Vermieterschaft mit ihrer Mieterschaft auf eine substanzielle Mietzinsreduktion im Zeitraum vom 1. November 2020 bis zum 31. März 2021 einigt. In diesem Fall beteiligt sich die Stadt Bern zur Hälfte an der vereinbarten Mietzinsreduktion, aber höchstens mit CHF 3'500 pro Monat.

Die Stadt Bern leistet Härtefallbeiträge für bedrängte Unternehmen, die eigene Geschäftsräume nutzen, beispielsweise das Zimmer in einer Wohnung oder die Betriebsstätte in der eigenen Liegenschaft. Ein Härtefallbeitrag ist aber nur möglich, wenn das Unternehmen in der Zeit vom 1. November 2020 bis zum 31. Januar 2021 eine Umsatzeinbusse von mindestens 40% gegenüber dem Durchschnitt der beiden Vorjahre erlitten hat.

Einreichefrist und Informationen

Die Gesuche können bis spätestens am 30. April 2021 eingereicht werden. Weitergehende Informationen finden Sie unter den folgenden Links:

Massnahme im Bereich der beruflichen Vorsorge erneuert

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 11. November 2020 beschlossen, dass die Arbeitgeber für die Bezahlung der Arbeitnehmerbeiträge an die berufliche Vorsorge wieder die von ihnen geäufneten Arbeitgeberbeitragsreserven verwenden dürfen. Er hat die entsprechende Verordnungsänderung verabschiedet. Die Regelung tritt am 12. November 2020 in Kraft und ist befristet auf den 31. Dezember 2021.

Diese Massnahme soll es den Arbeitgebern erleichtern, Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Für die Arbeitnehmenden hat die Massnahme keine Auswirkungen: Der Arbeitgeber zieht ihnen wie unter normalen Umständen ihren Beitragsteil vom Lohn ab und die gesamten Beiträge werden ihnen von der Vorsorgeeinrichtung gutgeschrieben.

Verlängerung der provisorischen Nachlassstundung ab dem 20. Oktober 2020

Unabhängig von der Corona-Pandemie hat das Parlament im Rahmen der Aktienrechtsrevision am 19. Juni 2020 beschlossen, den Artikel 293a des Schuldbetreibungs- und Konkursgesetzes (SchKG) anzupassen: Die Gesamtdauer der provisorischen Nachlassstundung wird von bisher vier auf acht Monate verlängert. Damit soll die Sanierung von Unternehmen erleichtert werden, was auch in der Krise von Bedeutung sein kann. Deshalb setzt der Bundesrat die entsprechende Gesetzesänderung bereits auf den 20. Oktober 2020 in Kraft. Die übrigen Teile der Aktienrechtsreform treten zu einem späteren Zeitpunkt in Kraft.

Zahlungsaufschub Sozialversicherungsbeiträge

Den von der Krise betroffenen Unternehmen kann ein vorübergehender, zinsloser Zahlungsaufschub für die Beiträge an die Sozialversicherungen (AHV/IV/EO/ALV) gewährt werden. Die Unternehmen haben zudem die Möglichkeit, die Höhe der regelmässigen Akontobeiträge an die AHV/IV/EO/ALV anpassen zu lassen, wenn die Summe ihrer Löhne wesentlich gesunken ist. Dasselbe gilt für Selbstständige, deren Umsätze eingebrochen sind. Zuständig für die Prüfung der Zahlungsaufschübe und für die Reduktion der Akontobeiträge sind die AHV-Ausgleichskassen.

Weiterführende Informationen finden Sie unter folgendem Link:

Stand: 25. Februar 2021

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