Weitere Massnahmen

Übernahme der Miet- oder Hypothekarzinsen (Kanton FR)

Bei Betrieben, die im Oktober oder November aufgrund der Beschlüsse des Staatsrats schliessen mussten, übernimmt der Kanton bis Ende November die Miet-, Pacht- oder Hypothekarzinsen. Die Betriebe müssen mit ihrem Gesuch die Kopie des Miet- oder Pachtvertrags beziehungsweise den Beleg des Hypothekarzinses einreichen.

Ab sofort können Unternehmen bei Betriebsschliessungen im Kanton Freiburg ihre Gesuche bis spätestens am 31. Januar 2021 unter folgendem Link einreichen.

Ergänzung Kurzarbeitsentschädigung (Kanton FR)

Der Freiburger Staatsrat hat diese Massnahme beschlossen, um die Situation der Angestellten zu verbessern, die aufgrund der angeordneten Betriebsschliessungen von Kurzarbeit betroffen sind. Angestellte in Kurzarbeit erhalten in der Regel eine Entschädigung, die 80% ihres gewohnten Lohns entspricht. Die neue kantonale Unterstützungsmassnahme kompensiert die Hälfte der 20 Lohnprozente, die nicht von der Kurzarbeitsentschädigung gedeckt werden.

Die Zahlung dieses Beitrags erfolgt direkt durch die Öffentliche Arbeitslosenkasse (ÖALK). Sie stützt sich dabei auf die Anträge auf Kurzarbeitsentschädigung, die von den betroffenen Unternehmen für November eingereicht worden sind. Arbeitgeber oder Arbeitnehmer müssen dazu keine besonderen Massnahmen ergreifen.

Ergänzungsbeiträge für Unternehmer (Kanton FR)

Am 14. Oktober 2020 hat der Grosse Rat das Gesetz zur Ergänzung der wirtschaftlichen Massnahmen zur Abfederung der Auswirkungen des Coronavirus auf Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Selbstständigerwerbende (MUSG-COVID-19) angenommen. Die Freiburger Führungskräfte, die im April und Mai 2020 von der Epidemie betroffen waren, können ein Gesuch um einen Beitrag stellen, der individuell festgelegt wird, aber höchstens 2560 Franken pro Monat beträgt.

Anspruchsberechtigt sind:

  • Führungskräfte, die in ihrem eigenen Unternehmen angestellt sind (arbeitgeberähnliche Angestellte), sowie ihre mitarbeitenden Ehegatten, die eine pauschale Kurzarbeitsentschädigung für die Monate April und Mai 2020 erhalten haben;
  • Selbständigerwerbende, die aufgrund eines voraussichtlichen Erwerbseinkommens 2019 von über CHF 90'000 oder unter CHF 10'000 Franken von der Bundesverordnung über die Erwerbsausfallentschädigung ausgeschlossen wurden.

Gesuche können ab dem 1. Dezember 2020 bis spätestens am 31. Januar 2021 unter folgendem Link eingereicht werden.

Massnahme im Bereich der beruflichen Vorsorge erneuert

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 11. November 2020 beschlossen, dass die Arbeitgeber für die Bezahlung der Arbeitnehmerbeiträge an die berufliche Vorsorge wieder die von ihnen geäufneten Arbeitgeberbeitragsreserven verwenden dürfen. Er hat die entsprechende Verordnungsänderung verabschiedet. Die Regelung tritt am 12. November 2020 in Kraft und ist befristet auf den 31. Dezember 2021.

Diese Massnahme soll es den Arbeitgebern erleichtern, Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Für die Arbeitnehmenden hat die Massnahme keine Auswirkungen: Der Arbeitgeber zieht ihnen wie unter normalen Umständen ihren Beitragsteil vom Lohn ab und die gesamten Beiträge werden ihnen von der Vorsorgeeinrichtung gutgeschrieben.

Verlängerung der provisorischen Nachlassstundung ab dem 20. Oktober 2020

Unabhängig von der Corona-Pandemie hat das Parlament im Rahmen der Aktienrechtsrevision am 19. Juni 2020 beschlossen, den Artikel 293a des Schuldbetreibungs- und Konkursgesetzes (SchKG) anzupassen: Die Gesamtdauer der provisorischen Nachlassstundung wird von bisher vier auf acht Monate verlängert. Damit soll die Sanierung von Unternehmen erleichtert werden, was auch in der Krise von Bedeutung sein kann. Deshalb setzt der Bundesrat die entsprechende Gesetzesänderung bereits auf den 20. Oktober 2020 in Kraft. Die übrigen Teile der Aktienrechtsreform treten zu einem späteren Zeitpunkt in Kraft.

Zahlungsaufschub Sozialversicherungsbeiträge

Den von der Krise betroffenen Unternehmen kann ein vorübergehender, zinsloser Zahlungsaufschub für die Beiträge an die Sozialversicherungen (AHV/IV/EO/ALV) gewährt werden. Die Unternehmen haben zudem die Möglichkeit, die Höhe der regelmässigen Akontobeiträge an die AHV/IV/EO/ALV anpassen zu lassen, wenn die Summe ihrer Löhne wesentlich gesunken ist. Dasselbe gilt für Selbstständige, deren Umsätze eingebrochen sind. Zuständig für die Prüfung der Zahlungsaufschübe und für die Reduktion der Akontobeiträge sind die AHV-Ausgleichskassen.

Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Stand: 24. November 2020 - 12:00

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