Tourismus & Regionalpolitik

Die Tourismuswirtschaft ist durch die COVID-19-Krise sehr rasch und ausserordentlich stark betroffen. Vielen Betrieben ist die Nachfrage in kürzester Zeit weggebrochen. Neben einer eigentlichen Stornierungswelle finden auch neue Buchungen bzw. Reservationen kaum statt. Der Grund ist die weltweite Verunsicherung unter der Bevölkerung sowie die Massnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung des Virus. Betroffen ist sowohl der Geschäftstourismus in den Städten und der Ferientourismus in den ländlich-alpinen Räumen. Um die Tourismusindustrie in dieser Krise zu unterstützen, wurden Massnahmen im Rahmen der tourismuspolitischen Förderinstrumente umgesetzt.

Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit (SGH)

Der Bund verstärkt seine Unterstützung, indem er auf die Rückzahlung des Restbestandes des Ende 2019 ausgelaufenen Zusatzdarlehens an die Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit SGH verzichtet. Damit stehen der SGH zusätzliche 5.5 Millionen Franken für Darlehen zur rückwirkenden Finanzierung von Investitionen von Beherbergungsbetrieben, welche diese in den vergangenen zwei Jahren aus dem Cash-Flow finanziert haben, zur Verfügung.

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Neue Regionalpolitik (NRP)

Im Rahmen der Regionalpolitik sind zurzeit Bundesdarlehen in der Höhe von rund CHF 530 Mio. in Projekte investiert, davon rund 60% im Tourismusbereich. Die Administration der Bundesdarlehen ist gesetzlich den Kantonen übertragen. Um die Liquidität der Darlehensnehmer zu stärken, erlaubt der Bund den Kantonen, die Stundungsmöglichkeiten flexibler zu handhaben. Dadurch kann kurzfristig insbesondere auch der Bergbahnsektor unterstützt werden, da hier die Amortisationen oft nach der Wintersaison fällig sind.

Schweiz Tourismus (ST) - Recovery Plan

Das Parlament hat in der ausserordentlichen Session von anfangs Mai 2020 zusätzliche Bundesmittel im Umfang von 40 Mio. Franken für Schweiz Tourismus (ST) bewilligt. Als Rahmenbedingung der Mittelverwendung wurde festgehalten, dass die Hälfte der Mittel zur Entlastung der Tourismuspartner von ST eingesetzt werden. Hinzu kommt, dass die Zusatzmittel zur Förderung des nachhaltigen Tourismus sowie mit einem Fokus auf den Binnentourismus eingesetzt werden sollen. Ebenfalls festgehalten wurde, dass bei der Verwendung der Zusatzmittel darauf zu achten ist, dass preislich attraktive Angebote bereitgestellt werden. Die Details der Mittelverwendung werden in einer Vereinbarung zwischen dem SECO und ST geregelt, so dass die Zusatzmittel rasch eingesetzt werden können.

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Stand: 19. August 2020 - 14:00

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