Kurzarbeit

An den Medienkonferenzen vom 1. Juli sowie vom 12. August 2020 hat der Bundesrat verschiedene Änderungen bezüglich der Kurzarbeitsentschädigung im Zusammenhang mit COVID-19 vorgestellt. Diese Änderungen treten am 1. September 2020 in Kraft und gelten bis am 31. Dezember 2020. Damit soll das normale Verfahren zum Bezug von Kurzarbeitsentschädigung schrittweise wieder in Kraft treten, wie es vor der Gesundheitskrise vollzogen worden war.

Wer ist anspruchsberechtigt?

  • Angestellte im ungekündeten und unbefristeten Arbeitsverhältnis;
  • Berufsbildende, die für die Ausübung von Lernenden zuständig sind (für die Stunden, in denen diese Personen in Kurzarbeit gewesen wären, jedoch für die Ausbildung der Lernenden aufgewendet haben);
  • Mitarbeitende auf Abruf im unbefristeten Arbeitsverhältnis (mit Beschluss vom 28. Oktober 2020 rückwirkend ab 1. September 2020).

Seit dem 1. Juni haben folgende Personengruppen keinen Anspruch mehr auf KAE: Angestellte Führungskräfte, Mitarbeitende Ehegatten und Lernende; Ab dem 1. September verfällt der Anspruch ausserdem für Angestellte im befristeten Arbeitsverhältnis.

Rahmenbedingungen

  • Wiedereinführung einer Karenzfrist von 1 Tag, die vom Arbeitgeber zu tragen ist;
  • Verlängerung der Höchstbezugsdauer von 12 auf 18 Monate;
  • Die Voranmeldefrist von 10 Tagen wurde bereits am 1. Juni wieder eingeführt;
  • Mehrstunden sowie Einkommen aus Zwischenbeschäftigungen müssen bis Ende Jahr weiterhin nicht an die KAE angerechnet werden (Beschluss des Bundesrats vom 26. August 2020).

Wichtig
Ab dem 1. September 2020 gilt wieder eine maximale Bewilligungsdauer von Kurzarbeit von 3 Monaten. Folglich verlieren alle Kurzarbeitsbewilligungen, die ab dem 1. September beantragt wurden, per 30. November 2020 ihre Gültigkeit.

Die betroffenen Unternehmen, die ab dem 1. Dezember 2020 noch auf Kurzarbeit angewiesen sind, müssen eine neue Voranmeldung von Kurzarbeit einreichen. Dabei gilt es nach wie vor die Voranmeldefrist von 10 Tagen zu berücksichtigen, was bedeutet, dass die neuen Voranmeldungen bis spätestens Freitag, den 20. November 2020 einzureichen sind.

Voranmeldung der Kurzarbeit

Bis am 31. Dezember wird weiter am vereinheitlichten und vereinfachten Verfahren festgehalten. Ab dem 1. September ist für die Voranmeldung demnach weiterhin das Spezialformular COVID-19 zu verwenden.

Die Voranmeldung und das Organigramm des Gesamtbetriebs sind direkt online oder an folgende Adressen einzureichen:

  • FR Amt für den Arbeitsmarkt - AMA, Rechtsdienst, Bd de Pérolles 25, 1700 Fribourg (oder per Mail: juridique.spe@fr.ch)
  • BE Amt für Arbeitslosenversicherung, Rechtsdienst, Lagerhausweg 10, 3018 Bern (oder per Mail: rechtsdienst.ava@be.ch)

Antrag und Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung

Bei einem positiven Entscheid bezüglich der Voranmeldung der Kurzarbeit kann die Kurzarbeitsentschädigung bei der zuständigen Arbeitslosenkasse beantragt werden. Der Antrag auf Kurzarbeitsentschädigung ist nach Ablauf jeder Abrechnungsperiode (i.d.R. Kalendermonat) innert drei Monaten bei der in der Voranmeldung bezeichneten Arbeitslosenkasse einzureichen.

Formulare und Online-Einreichung

Die beiden Formulare sind hier abrufbar.

Ab sofort ist es ausserdem möglich, Voranmeldung und Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung direkt online (unter ,eServices') einzureichen.

Informationen

Weiterführende Informationen sind über die folgenden Links abrufbar:

Kanton Freiburg | Kanton Bern

ausserdem auf: arbeit.swiss

Stand: 03. November 2020 - 14:00

Kontakt