Kurzarbeit

Mit der Kurzarbeitsentschädigung (KAE) deckt die Arbeitslosenversicherung (ALV) den von Kurzarbeit betroffenen Arbeitgebern über einen gewissen Zeitraum einen Teil der Lohnkosten. Damit soll verhindert werden, dass infolge kurzfristiger und unvermeidbarer Arbeitsausfälle Kündigungen ausgesprochen werden.

Der Bundesrat hat am 20. Januar 2021 die im Dezember 2020 beschlossenen Änderungen des Covid-19-Gesetzes umgesetzt und damit den bereits bestehenden Massnahmenkatalog im Bereich der Kurzarbeit erweitert. Die Änderungen der Covid-19-Verordnung sind am 21. Januar 2021 in Kraft getreten.

Übersicht der letzten Änderungen

Aufhebung der maximalen Bezugsdauer von KAE bei mehr als 85% Arbeitsausfall

Monate mit einem Arbeitsausfall von mehr als 85% der normalen betrieblichen Arbeitszeit werden nicht an die maximal zulässigen vier Abrechnungsperioden angerechnet.

  • rückwirkend für den Zeitraum zwischen dem 1. März 2020 und 31. März 2021
Aufhebung der Karenzfrist

Die Arbeitslosenversicherung wird die Abrechnung von sich aus anpassen und die Differenz für die Karenztage ausbezahlen.

  • rückwirkend per 1. September 2020
Volle Kurzarbeitsentschädigung bei tiefem Einkommen

Das Parlament hat sich auf einen zusätzlichen Artikel im Covid-19-Gesetz geeinigt. Demnach erhalten Personen mit einem Einkommen von bis zu CHF 3'470 bei Kurzarbeit 100% entschädigt. Bei einem Einkommen zwischen CHF 3'470 und CHF 4'340 beträgt die Kurzarbeitsentschädigung bei vollständigem Verdienstausfall maximal CHF 3'470 (teilweise Verdienstausfälle werden anteilig berechnet). Ab einem Einkommen von CHF 4'340 gilt die reguläre Entschädigung von 80%.

  • rückwirkend für den Zeitraum zwischen dem 1. Dezember 2020 und 31. März 2021

Wer ist anspruchsberechtigt?

  • Angestellte im ungekündeten und unbefristeten Arbeitsverhältnis
  • Angestelle im befristeten Arbeitsverhältnis
  • Lernende
  • Mitarbeitende auf Abruf im unbefristeten Arbeitsverhältnis

Rahmenbedingungen

  • Keine Karenzfrist, die vom Arbeitgeber zu tragen ist
  • Maximale Bewilligungsdauer von jeweils 3 Monaten
  • Höchstbezugsdauer von 18 Monate
  • Die Voranmeldefrist von 10 Tagen
  • Mehrstunden sowie Einkommen aus Zwischenbeschäftigungen müssen bis Ende März 2021 weiterhin nicht an die KAE angerechnet werden

Anmeldung und Abrechnung der Kurzarbeit

Voranmeldung

Bis Ende März 2021 wird weiter am vereinheitlichten und vereinfachten Verfahren festgehalten. Es gilt weiterhin das Spezialformular COVID-19 zu verwenden.

Die Voranmeldung und das Organigramm des Gesamtbetriebs sind an folgende Adressen einzureichen:

  • FR Amt für den Arbeitsmarkt - AMA, Rechtsdienst, Bd de Pérolles 25, 1700 Fribourg (oder per Mail: juridique.spe@fr.ch)
  • BE Amt für Arbeitslosenversicherung, Rechtsdienst, Lagerhausweg 10, 3018 Bern (oder per Mail: rechtsdienst.ava@be.ch)
Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung

Bei einem positiven Entscheid bezüglich der Voranmeldung der Kurzarbeit kann die Kurzarbeitsentschädigung bei der zuständigen Arbeitslosenkasse beantragt werden. Der Antrag auf Kurzarbeitsentschädigung ist nach Ablauf jeder Abrechnungsperiode (i.d.R. Kalendermonat) innert drei Monaten bei der in der Voranmeldung bezeichneten Arbeitslosenkasse einzureichen.

Online-Einreichung

Alternativ ist es ebenfalls möglich, die Voranmeldung und Abrechnung der KAE direkt online (unter ,eServices') einzureichen.

Formulare und Informationen

Die Formulare für Voranmeldung und Abrechnung von KAE sind unter folgendem Link abrufbar:

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier:

Stand: 21. Januar 2021 - 18:00

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