Kurzarbeit

Mit der Kurzarbeitsentschädigung (KAE) deckt die Arbeitslosenversicherung (ALV) den von Kurzarbeit betroffenen Arbeitgebern über einen gewissen Zeitraum einen Teil der Lohnkosten. Damit soll verhindert werden, dass infolge kurzfristiger und unvermeidbarer Arbeitsausfälle Kündigungen ausgesprochen werden.

Übersicht der letzten Änderungen

Rückwirkende Aufhebung der Voranmeldefrist und Bewilligung für Kurzarbeit

Die Voranmeldefrist kann rückwirkend für alle Betriebe aufgehoben werden, die seit dem 1. September 2020 eine Voranmeldefrist beachten mussten.

Betriebe, die aufgrund der seit dem 18. Dezember 2020 beschlossenen behördlichen Massnahmen von Kurzarbeit direkt oder indirekt betroffen sind, erhalten die Möglichkeit, rückwirkend ab dem Inkrafttreten der entsprechenden Massnahme eine Bewilligung für Kurzarbeit zu beantragen.

Zudem soll die Massnahme den Betrieben, die ihre Voranmeldung nicht rechtzeitig erneuert haben und so keinen ununterbrochenen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung hatten, eine lückenlose Entschädigung ermöglichen.

Das Formular ist unter folgendem Link verfügbar:

Das ausgefüllte Formular ist bis spätesten am 30. April 2021 bei der kantonalen Amtsstelle einzureichen:

Berücksichtigung der Abrechnungsperioden mit einem Arbeitsausfall von über 85%

Seit dem 1. März 2021 werden die Abrechnungsperioden mit einem Arbeitsausfall von über 85% wieder angerechnet. Es gilt damit wieder die maximale Bezugsdauer von vier Abrechnungsperioden. Diese war rückwirkend ab dem 1. März 2020 bis am 28. Februar 2021 aufgehoben worden.

Weitere am 20. März 2021 in Kraft getretene Änderungen
  • Verlängerung des vereinfachten Verfahrens bis am 30. Juni 2021
  • Aufhebung der Karenzzeit bis am 30. Juni 2021
  • Aufhebung der Voranmeldefrist bis am 31. Dezember 2021
  • Verlängerung der maximale Bewilligungsdauer von 3 auf 6 Monate (längstens bis am 31. Dezember 2021)

Wer ist anspruchsberechtigt?

  • Angestellte im ungekündeten unbefristeten Arbeitsverhältnis
  • Angestelle im befristeten Arbeitsverhältnis
  • Lernende
  • Angestellte auf Abruf im unbefristeten Arbeitsverhältnis

Rahmenbedingungen

  • Keine Karenzfrist, die vom Arbeitgeber zu tragen ist
  • Keine Voranmeldefrist
  • Maximale Bewilligungsdauer von jeweils 6 Monaten
  • Höchstbezugsdauer von Kurzarbeitsentschädigung von 18 Monate
  • Mehrstunden sowie Einkommen aus Zwischenbeschäftigungen müssen bis Ende Juni 2021 weiterhin nicht an die KAE angerechnet werden

Anmeldung und Abrechnung der Kurzarbeit

Voranmeldung

Bis Ende März 2021 wird weiter am vereinheitlichten und vereinfachten Verfahren festgehalten. Es gilt weiterhin das Spezialformular COVID-19 zu verwenden.

Die Voranmeldung und das Organigramm des Gesamtbetriebs sind an folgende Adressen einzureichen:

Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung

Bei einem positiven Entscheid bezüglich der Voranmeldung der Kurzarbeit kann die Kurzarbeitsentschädigung bei der zuständigen Arbeitslosenkasse beantragt werden. Der Antrag auf Kurzarbeitsentschädigung ist nach Ablauf jeder Abrechnungsperiode (i.d.R. Kalendermonat) innert drei Monaten bei der in der Voranmeldung bezeichneten Arbeitslosenkasse einzureichen.

Online-Einreichung

Alternativ ist es ebenfalls möglich, die Voranmeldung und Abrechnung der KAE direkt online (unter ,eServices') einzureichen.

Formulare und Informationen

Die Formulare für Voranmeldung und Abrechnung von KAE sind unter folgendem Link abrufbar:

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier:

Stand: 23. März 2021 - 09:00

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