Erwerbsersatz

Auf Grund der aktuellen wirtschaftlichen Situation hat der Bundesrat den Anspruch auf Erwerbsersatz ausgeweitet und die Corona Erwerbsersatzentschädigung ins Leben gerufen.

Folgende Personengruppen, deren Erwerbstätigkeit wegen Massnahmen gegen das Coronavirus eingeschränkt ist, haben Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz:

Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung
  • bei Betriebsschliessungen
  • bei Veranstaltungsverbot
  • mit massgeblicher Umsatzeinbusse

Ausserdem haben folgende Personengruppen nach wie vor Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz:

  • Eltern mit Kindern, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil die Fremdbetreuung der Kinder nicht mehr gewährleistet ist
  • Personen, die wegen einer Quarantänemassnahme ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen

Betriebsschliessungen

Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung (GmbH- oder AG-Inhaber) haben Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz, wenn sie ihre Tätigkeit aufgrund einer kantonalen oder bundesweiten Anordnung einstellen mussten. Bei einer Betriebsschliessung besteht der Anspruch für die Dauer der Schliessung.

Veranstaltungsverbot

Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung (GmbH- oder AG-Inhaber) haben Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz bei einem kantonalen oder bundesweiten Veranstaltungsverbot, wenn sie für diese Veranstaltung eine Leistung erbracht hätten.

Massgebliche Umsatzeinbusse

Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung (GmbH- oder AG-Inhaber) haben einen Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz, deren Erwerbstätigkeit wegen kantonalen oder bundesweiten Massnahmen gegen das Corona-Virus massgeblich einschränkt ist und die eine Lohn- oder Einkommenseinbusse erleiden. In diesem Fall muss der monatliche Umsatz im Antragsmonat für Ansprüche bis zum 18. Dezember 2020 mindestens 55% und für Ansprüche ab dem 19. Dezember 2020 mindestens 40% tiefer sein im Vergleich zum durchschnittlichen Monatsumsatz der Jahre 2015-2019 oder während der tatsächlichen Dauer Ihrer Tätigkeit. Zudem muss das AHV-pflichtige Erwerbseinkommen im Jahr 2019 mindestens Fr. 10'000.- betragen haben. Ehegatten und eingetragene Partner von Selbstständigerwerbenden haben überdies im Antragsmonat einen Lohnausfall vorzuweisen.

Eltern

Bei einer behörlich angeordneten Betriebsschliessung (Schule, Kindergarten, Sondereinreichtung) oder bei Quarantäne des Kindes können Eltern, die die dadurch an der Ausübung der Erwerbstätigkeit verhindert sind, nach dem 16. September weiterhin Corona-Erwerbsersatz beziehen, wenn sie im Zeitpunkt des Erwerbsunterbruchs:

  • obligatorisch bei der AHV versichert sind (also in der Schweiz wohnen oder in der Schweiz erwerbstätig sind); und
  • einer unselbständigen oder selbständigen Erwerbstätigkeit nachgehen.

Der Anspruch endet, wenn eine Betreuungslösung gefunden wurde. Für Selbständigerwerbende Eltern endet der Anspruch spätestens sobald 30 Taggelder ausgerichtet wurden.

Die Entschädigung beträgt 80 Prozent des durchschnittlichen Bruttoerwerbseinkommens, das vor Beginn des Anspruchs auf die Entschädigung erzielt wurde, höchstens aber CHF 196 pro Tag. Jeder anspruchsberechtigte Elternteil hat Anspruch auf die Entschädigung. Je Arbeitstag wird für die Eltern jedoch nur eine Zulage ausbezahlt. Wenn beide Elternteile Anspruch auf die Entschädigung haben, ist nur eine Ausgleichskasse zuständig: jene der Person, die zuerst einen Anspruch geltend macht. Ist die Arbeit von zu Hause aus möglich, besteht kein Anspruch auf Entschädigung.

Quarantänemassnahme

Personen, die sich in einer ärztlich oder behördlich verordneter Quarantäne befinden und ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, haben auch nach dem 16. September Anspruch auf Erwerbsersatz, wenn sie im Zeitpunkt des Erwerbsunterbruchs:

  • obligatorisch bei der AHV versichert sind (also in der Schweiz wohnen oder in der Schweiz erwerbstätig sind); und
  • einer unselbständigen oder selbständigen Erwerbstätigkeit nachgehen.

Personen, die nach der Rückkehr aus einer Region, die in der Liste der Staaten und Gebiete mit erhöhtem Ansteckungsrisiko aufgeführt ist, unter Quarantäne gestellt werden, haben keinen Anspruch auf die Zulage; ausser, das Land war zum Zeitpunkt der Abreise noch nicht auf dieser Liste.

Der Anspruch endet mit Aufhebung der Quarantäne, spätestens aber, sobald 10 Taggelder ausgerichtet wurden.

Die Entschädigung beträgt 80% des durchschnittlichen Bruttoerwerbseinkommens, das vor Beginn des Anspruchs auf die Entschädigung erzielt wurde, höchstens aber CHF 196 pro Tag. Ist die Arbeit von zu Hause aus möglich, besteht kein Anspruch auf die Entschädigung.

Online-Formular und Informationen

Die Entschädigung für die Corona-Erwerbsersatzentschädigung» ist bei der Ausgleichskasse zu beantragen, bei welcher die Sozialversicherungsbeiträge einbezahlt werden:

Weiterführende und Informationen stehen Ihnen hier zur Verfügung:

Stand: 23. Dezember 2020 - 12:00

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