29.03.2018

Versicherungsschutz bei unbezahlten Ferien oder bei Austritt

Der Versicherungsschutz während längerer (unbezahlter) Ferien oder nach dem Austritt, wenn nicht direkt eine neue Stelle angetreten wird und man auch nicht bei der Arbeitslosenversicherung gemeldet ist, birgt für viele Unklarheiten.

Bei der Unfallversicherung besteht eine Nachdeckung von 31 Tagen. Während dieser Zeit bleiben der bisherige Versicherungsschutz und auch der Taggeldanspruch bestehen. Sind die Ferien länger oder die Lücke bis zur nächsten Anstellung grösser, dann besteht die Möglichkeit eine Abredeversicherung beim Unfallversicherer des bisherigen Arbeitgebers abzuschliessen:

  • auf max. 6 weitere Mte (zusätzlich zur Nachdeckung)
  • Abschluss findet zwischen Arbeitnehmer und Versicherer statt
  • Kosten ca. 45.–/Mt

Eine Nachdeckung besteht ebenfalls bei der Beruflichen Vorsorge für 1 Monat (massgebend bei Schadenfällen wie Invalidität oder Tod).

Für die Kollektive Krankenversicherung gibt es keine Nachdeckung. Der Versicherer des bisherigen Arbeitgebers muss aber dem Arbeitnehmer eine Offerte für eine Einzelversicherung anbieten, ohne dass die Krankheitsfragen zu beantworten sind. Ist man mit den offerierten Bedingungen einverstanden, kann die Versicherung für eine bestimmte Dauer (bis max. 1 Jahr) abgeschlossen werden.

Pflichten des Arbeitgebers bei Austritt

Der Mitarbeiter muss über den Versicherungsschutz (Nachdeckung) und vor allem über seine Möglichkeiten, diesen zu verlängern, durch den Arbeitgeber informiert werden. Dieser sollte sich durch seinen Mitarbeiter bestätigen lassen, dass er der Informationspflicht nachgekommen ist. Empfehlenswert sind:

  • Checkliste i. S. Austritt führen
  • Austrittsgespräch protokollieren und visieren lassen

Gerne unterstützen wir Sie in der Lohnbuchhaltung und -administration oder sind für spezifische Fragen für Sie da – kontaktieren Sie uns für weitere Informationen.

Maria Bächler
Treuhänderin mit eidg. Fachausweis
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